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Die in acht Bauabschnitten realisierte Gebäudeanlage dient der ZF Friedrichshafen AG zur Forschung und Entwicklung von Komponenten und Aggregaten moderner Antriebstechnik für Fahrzeuge aller Art. Die Entwicklungsbereiche gliedern sich in Bürobauten und Prüffeldbausteine zum Test der entwickelten Produkte.

In der Gebäudeanlage ist darüber hinaus die Konzernzentrale untergebracht, die neben den Bürobereichen auch über umfangreiche Besprechungs- und Konferenzräume verfügt.

Für die Mitarbeiter gibt es ein Mitarbeiterrestaurant mit angegliederter Küche und einen Cafébereich, der den Mitarbeitern ganztätig zur Verfügung steht. Das Mitarbeiterrestaurant ist so konzipiert, dass es als stützenfreier Raum zu Betriebsversammlungen genutzt werden kann.

Die Integration des Forschungs- und Entwicklungszentrums in das städtische Umfeld war ein wichtiger Beitrag zur Neuordnung im Stadtbild der Stadt Friedrichshafen. Es entstand ein markantes Bauwerk mit hoher Eigenständigkeit. Es ist nicht als eine monolithische Baumasse konzipiert, sondern als ein im Außenbereich stark strukturiertes Ensemble von Baukörpern mit Abstufungen zu den Grundstücksrändern. Die Bürogrundrisse sind anpassungsfähig an zukünftige Entwicklungen. Der Arbeitsbereich wird als Lebensraum aufgefasst; eine Reversibilität im Grundriss und eine Flexibilität der Medienversorgung ist gegeben. Alle typischen Büroformen wie Einzelbüros, Kleingruppen- und Großgruppenräume lassen sich ausbilden und wieder zurückführen.

Nachhaltigkeit

Alternative Energiegewinnung durch Kühlen und Heizen mit Energiepfählen. Aufgrund der schlechten Baugrundverhältnisse war eine Pfahlgründung notwendig. Insgesamt wurden ca. 400 Bohrpfähle mit einem Durchmesser von 90 cm und einer mittleren Länge von 20 lfm ausgeführt. Davon sind 315 Pfähle als Energiepfähle belegt mit insgesamt 81.000 lfm HPDE-Rohren DN20, in denen Wasser zirkuliert. Die aus dem Erdreich gewonnene Energie wird mittels einer Wärmepumpe transformiert und im Sommerbetrieb zum Kühlen und im Winterbetrieb zum Heizen genutzt. Die im Winterbetrieb anfallende Kälte wird teilweise zur Regeneration des Erdreiches in die Pfähle zurückgeführt.

Wettbewerb

1. Preis Plangutachten mit drei eingeladenen Architekturbüros (1984)

Projektdaten

Bauzeit 1984 - 2009
Brutto-Rauminhalt (BRI) 283.280 m³
Bauabschnitte (BA) 1-8
Leistungsphasen (LP) 1-9

Projektbearbeitung GMS

  • Helmut Morlok
  • Günther Seitz
  • Klaus Hohnecker
  • Hans-Georg Schmitz
  • Dietmar Kathan
  • Nicole Saile
  • Viktoria Damski
  • Peter Breunig
  • Niels Gyldsö
  • Wim van den Helm
  • Klaus Kling

Fotos

Martin Rudau, Leutkirch