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Marienhof

6 Familien erwarben von der Stadt Leutkirch den Marienhof. Unter Beibehaltung eines alten Hofteiles, dem Stall, wurde gemeinschaftlich ein Wohnbauprojekt inklusive der Erschließung und Parzellierung des Grundstückes umgesetzt. Ziel war eine gemeinsam getragene Gestaltung der gesamten Anlage bis hin zu den Aussenanlagen. Die Rücksichtnahme auf den Nachbarn führte schon in der Frühphase zu einer Gebäudeanordnung, die allen die Sonne und die Bergsicht gab. So sind die nördlichen Häuser Ost-West längsgerichtet, die südlichen Häuser Süd-Nord. Die neuen Gebäude haben Pultdächer und das "Stallgebäude" zur Erinnerung an den alten Hof ein Satteldach. Die Garagen sind in die Häuser integriert und die Garagentore in den Fassaden verschwindend. Alle neuen Baukörper wurden als vorgefertigte Holzhäuser hergestellt. Bestimmende Materialien der Gebäudeanlage sind vertikale Holzverschalungen und Betonfertigteile.

Die Freianlagen werden mittels durchlaufenden Grünflächen mit Heckenpollern, Pflanzbeeten und 35 Obstbäumen geprägt. Interessanter Nebeneffekt des Projektes: Um den gemeinsamen Hofbrunnen ist eine wunderbar funktionierende Nachbarschaft entstanden.  

 

Auszeichnung - 2016

HolzbauPlus Bundeswettbewerb 2016, Beispielhaftes Bauen Kreis Ravensburg 2010 - 2016

Mit dem HolzbauPlus-Wettbewerb will das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Aufmerksamkeit auf besonders nachhaltige Gebäude mit einer ganzheitlichen Materialwahl lenken. Prämiert werden Projekte mit Holz im Zusammenspiel mit weiteren nachwachsenden Rohstoffen in Konstruktion, Dämmung und Ausbau.

Preis in der Kategorie "Wohnungsbau - Neubau":
Bauherrengemeinschaft Eißler, Praschak, Günthner, E. Heinz, H. Heinz, Miller | Marienhof Leutkirch im Allgäu

Projektdaten

Bauzeit 2014-2015
Brutto-Rauminhalt (BRI) 7.804 m³
Nutzfläche (NF) 2.000 m²
Leistungsphasen (LP) 1-9

Sonderfachleute

Aussenanlagen:
Lohrer-Hochrein, Landschaftsarchitekten, München

Energiekonzept

Den Wärmebedarf decken wahlweise Luft-Wasser- oder Luft-Luft-Wärmepumpen. So weisen die Marienhof-Gebäude nicht nur die Effizienzklasse KfW 55 auf, sondern bestehen in Sachen Luftdichtheit sogar den Vergleich mit Passivhäusern. Durch die flachen Pultdächer treten die PV-Anlagen gestalterisch bewusst nicht in Erscheinung.

Projektbearbeitung GMS

  • Edwin Heinz
  • Angelika Leitner
  • Vincent Hendriks
  • Jürgen Rölle

Fotos

Martin Rudau, Leutkirch